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Senfmühle Monschau19 Senfsorten stellt der Familienbetrieb Guido Breuer in seiner historische Senfmühle Monschau her - eine Geschmacksvielfalt, von der auch das familieneigene Restaurant auf dem Gelände in der Eifel profitiert. Senf und die Familie BreuerSenf und Familie Breuer sind seit über 100 Jahren eng miteinander verbunden. Angefangen hat alles mit Clemens August Breuer und seinem Bruder Heinrich. Die beiden Visionäre begründeten 1882 in Monschau die Senffamilie. Für den Verkauf war Heinrich zuständig, denn Clemens August war ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen (das englische Jack-of-all-trades verdeutlicht es besser) und war hauptberuflich als Bau- und Kunstschlosser sowie als städtischer Eichmeister tätig. Die Zubereitung des Senfs übernahm daher seine Frau. Die beiden hatten sieben Kinder, von denen der Sohn Emil Bruno 1909 das Geschäft weiterführte. Der Enkel Clemens Augusts mit dem gleichen Namen übernahm nach dem 2. Weltkrieg das Familiengeschäft, das inzwischen wegen der gesunkenen Nachfrage nach Senf auch in Limonaden machte. In der vierten Generation führte Guido Emil das Geschäft, auf dem Gelände einer ehemaligen Spinnerei im Laufental, die während der Tuchmacherblüte in Monschau erbaut worden war. Er erkannt die Bedeutung des Senfs für Feinschmecker und sonstig kulinarisch Neugierige. Er öffnete die Manufaktur für Besucher, womit auch wieder das Interesse für Senf und somit auch die Nachfrage stieg. Nach der Eröffnung des familieneigenen Restaurants Schnabuleum 1998 übernahm in fünfter Generation 2004 Ruth Breuer das Zepter im Restaurant, während ihr Vater noch immer die Senffabrik innehat.Warum die Senfmühle Breuer?Was den Reiz der Senfmühle ausmacht, ist zunächst einmal natürlich die Mühle selbst, die nach jahrhundertealter Technik noch immer zuverlässig funktioniert. Die alten Mahlsteine zerkleinern die Senfsaat, was (wie bei Öl) als Kaltpressung bezeichnet wird. Durch diese Methode wird ein Nachschärfen wie bei Industriesenf überflüssig. Vor Ort können interessierte Besucher an Führungen teilnehmen, was wir uns selbstverständlich nicht haben nehmen lassen. Den krönenden Abschluss einer solchen Besichtigung ist nach der Verkostung imSenflädchen der Besuch im Schnabuleum, wo es allerhand Senfgerichte zu schnabulieren gibt. Als Andenken und natürlich zum Verwöhnen des Gaumens kommt man nicht umhin, einige der rustikalen Steinguttöpfe zu erwerben, in denen Familie Breuer ihre Köstlichkeiten zum Kauf bietet.
19 verschiedene Senfsorten – eine enorme GeschmacksvielfaltHeute stellt die Senfmühle Breuer 19 Senfsorten her. Manch einer mag sich fragen, wie man auf so viele Sorten Senf kommen kann. Kenner aber wissen, dass Senf nicht gleich Senf ist. Selbst unter den klassischen Senfs, die regional unterschiedlich gut bekannt sind, gibt es große Unterschiede – auch zwischen Deutschland-Ost und West. Das Urrezept wird noch scharf aufgepeppt durch die Zugabe von Chili oder Meerrettich. Neben dem Urrezept des Ururgroßvaters bieten sie beispielsweise Estragonsenf an, wie er in Frankreich üblich ist. Auch fruchtige Senfs werden kreiert, z.B. mit Johannisbeeren oder mit Feigen auf die orientalische Art. Nach Schlesischer Art wird Kümmel in die Mischung gegeben. Eine weitere köstliche Variante ist die Verfeinerung mit Riesling. |
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