Im eigenen Saft wird das Fleisch des Limpurger Weideochsen gekocht, verfeinert nur mit etwas Salz. Das feinfaserige Fleisch ist so sehr saftig und marmoriert. Bereits seit über 100 Jahren gehört es als Boeuf ..
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Das Limpurger Rind ist die älteste Württembergische Rinderrasse. Die einfarbig hellgelben bis rotgelben Rinder sind im 18. Jahrhundert aus einer Kreuzung zwischen dem Roten Landvieh und dem Allgäuer Vieh entstanden. Benannt sind sie nach der Grafschaft Limpurg, aber sie sind auch unter dem Namen Leintäler bekannt, da sie besonders am Flüsschen Lein gehalten werden. Gezüchtet wurden sie als Dreinutzungsrind, also als Fleisch- und Milchlieferant und als Zugtiere. Mitte des 19. Jahrhunderts ging ihr Bestand stark zurück, denn viele Bauern stellten auf das Simmentaler Rind um, den Vorläufer des heutigen Fleckviehs. Aufgrund der Mechanisierung der Landwirtschaft wurden Rinder als Zugtiere überflüssig und so wurde der Zuchtverband 1963 aufgelöst. Erst 1987 wurde ein neuer Verband gegründet, mit nur noch 22 Kühen, die die gewünschte Farbigkeit aufwiesen. Das Limpurger Rind wurde zur gefährdeten Rinderrasse des Jahres 2011 gewählt und ist Teil der Arche des Guten Geschmacks der Slow-Food-Bewegung. Aber keine Angst, essen darf man sie trotzdem, denn sie werden für den Verzehr gezüchtet.